Von Bosch Security zu IQSight: Was bedeutet der Markenwechsel wirklich?
In den vergangenen Monaten kursierten zahlreiche Gerüchte rund um die Bosch Security Sparte.
Viele Kunden, Behörden und Errichter fragten sich: Wurde Bosch Security verkauft?
Bleibt die Produktion weiterhin in Europa?
Und wie sieht die Zukunft der professionellen Videoüberwachung unter der neuen Marke IQSight aus?
Um unseren Kunden Klarheit und Transparenz zu bieten, war Herr Konstantin Mangold von Bosch Security beziehungsweise der zukünftigen Marke IQSight persönlich bei uns von German Protect zu Besuch.
Gemeinsam mit Bogdan Tamasan, Geschäftsführer der ESA GmbH German Protect, konnte er in einem offenen Frage Antwort Gespräch die wichtigsten Themen rund um Bosch Security, IQSight, Produktion, Cybersecurity und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens erläutern.
Eine besonders wichtige Frage von Herrn Tamasan war dabei, woher die neue IQSight Überwachungskamera stammt und was die neue Marke künftig für die bekannte Bosch Videoüberwachung bedeutet.
Bosch Security wurde verkauft
Wie Konstantin Mangold bestätigt, wurde die Bosch Securitysparte im vergangenen Jahr verkauft.
Neuer Eigentümer ist das deutsch schwedische Investmentunternehmen Triton.
Dabei handelt es sich nicht um den Verkauf einzelner Produkte, sondern um die vollständige Übernahme der gesamten Securitysparte inklusive Entwicklung, Produktion, Support und Vertriebsstruktur.
Zu den übernommenen Bereichen gehören unter anderem:
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Bosch Video
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Bosch Audio
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Intrusion
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Access
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RTS
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Telex
Seit Mitte des vergangenen Jahres läuft eine umfassende Umstrukturierung des Unternehmens. Ziel ist es, die Prozesse effizienter und die Unternehmensstruktur schlanker aufzustellen.
Der Markenname Bosch bleibt neben IQSight vorerst bestehen
Ein besonders wichtiger Punkt für viele Kunden: Der bekannte Markenname Bosch bleibt zunächst weiterhin auf den Produkten erhalten.
Parallel dazu wird die neue Marke IQSight aufgebaut. Bis zum Jahr 2028 soll der Markenwechsel schrittweise abgeschlossen werden.
Die zukünftige IQSight Videoüberwachung basiert weiterhin auf derselben Technologie, denselben Entwicklungsstandorten und denselben Qualitätsstandards, die Kunden bereits von Bosch Security kennen.
Produktion und Entwicklung bleiben in Europa
Gerade bei Behörden, KRITIS Betreibern und sicherheitsrelevanten Projekten spielt die Herkunft der Systeme eine entscheidende Rolle.
Viele Kunden hatten Sorge, dass die Produktion künftig außerhalb Europas stattfinden könnte.
Diese Befürchtungen wurden im Gespräch eindeutig entkräftet.
Die Hauptproduktion hochwertiger Videoüberwachungssysteme erfolgt weiterhin im portugiesischen Ovar.
Zusätzlich existieren Produktionsstandorte in Asien.
Kommunikationsrelevante Sicherheitstechnik wird laut Aussage von IQSight jedoch nicht in China produziert.
Das Werk in China produziert ausschließlich mechanische Komponenten.
NDAA konforme Videoüberwachung und hohe Cybersecurity
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Cybersecurity moderner Videoüberwachungssysteme.
Laut Konstantin Mangold erfüllt das Portfolio weiterhin sämtliche wichtigen Anforderungen für Behörden und kritische Infrastrukturen.
Dazu gehören unter anderem:
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NDAA Konformität
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IEC Zertifizierungen
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UL Zertifizierungen
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FIPS 140 2
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FIPS 140 3 bei der neuen CPP14 Plattform
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TPM Sicherheitsmodule
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4096 Bit Verschlüsselung
Damit bleibt die zukünftige IQSight Überwachungskamera weiterhin eine professionelle Lösung für höchste Sicherheitsanforderungen.
Entwicklungsstandorte in Deutschland und Europa
Auch die Entwicklung bleibt überwiegend in Europa angesiedelt.
Wichtige Entwicklungsstandorte befinden sich unter anderem in:
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München
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Nürnberg
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Eindhoven
Insbesondere die Firmware der Kameras sowie das bekannte Bosch Video Management System BVMS werden weiterhin zentral in Europa entwickelt.
Ein zusätzlicher Entwicklungsstandort in den USA ist für die Hardwareentwicklung der PTZ Kameras verantwortlich.
Wo wird die Bosch MIC PTZ Kamera entwickelt?
Eine besonders interessante Frage für Behörden und kritische Infrastrukturen betraf die bekannte Bosch MIC Überwachungskamera Serie.
Die Hardwareentwicklung der MIC Positioniersysteme erfolgt in den USA.
Die zentrale Softwareentwicklung bleibt weiterhin in Eindhoven in den Niederlanden und damit innerhalb der Europäischen Union.
Produziert werden die Bosch PTZ Kameras weiterhin in Portugal und somit "Made in EU".
German Protect Fazit
Für Kunden von Bosch Security und der zukünftigen Marke IQSight bedeutet die Umstrukturierung vor allem organisatorische Veränderungen im Hintergrund.
Produktion, Entwicklung, Support und hohe Sicherheitsstandards bleiben weiterhin erhalten.
Besonders für Behörden, KRITIS Betreiber und professionelle Sicherheitsprojekte bleibt die Kombination aus europäischer Entwicklung, NDAA Konformität und hoher Cybersecurity ein entscheidender Vorteil.
Wir von German Protect bedanken uns bei Konstantin Mangold für das offene und transparente Gespräch sowie die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Haben Sie Fragen zu IQSight Produkten oder professioneller Videoüberwachung? Kontaktieren Sie uns von German Protect als Bosch zertifizierten Partner.
Wir beraten Sie umfassend, unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Produkte und planen Ihre Bosch IQSight Videoüberwachung professionell, zuverlässig und sicher.
